Dankschreiben von Bischof Emiliano, Lima

Bischof Emiliano schreibt uns aus der Quarantäne in Lima folgenden Brief:

Einen brüderlichen Gruß an Sie und jeden einzelnen der Freunde der ALIANZA Dunningen-Seedorf-Lackendorf – Chachapoyas.

Vor zwei Monaten war ich unter Ihnen um den 40. Jahrestag unserer ALIANZA zu feiern. Ich hatte eine Einladung zur Teilnahme an dieser Veranstaltung erhalten und als wir mit dem, lange vorab vorbereiteten Programm beginnen wollten, musste ich zusammen mit den anderen Freunden aus Chachapoyas, die sich in Deutschland aufhielten, aufgrund der sich überall ausbreitenden Pandemie, die auch die Absage der geplanten Feierlichkeiten erzwang, nach Peru zurückeilen.

Die Pandemie, die mich bis heute in der Stadt Lima festhält, hat Sie in Bewegung gesetzt um Hilfe für die Ärmsten der Armen, die in unserer Diözese Chachapoyas benötigt wird, zu organisieren. Weiterlesen

COVID 19 ist viel schwieriger, wenn man arm ist…

Ein Bericht von Victor Rubio, Leiter des Internats La Alianza -Chachapoyas, der mit seiner Frau Elvia noch im März bei uns zu Gast war.

„Ich bin Staatsangestellter, und als solcher und den Anweisungen der Regierung gehorchend war ich bereits mehr als drei Wochen in Quarantäne (ich habe im Homeoffice gearbeitet) und habe mich über soziale Netzwerke und das Fernsehen über die Geschehnisse in Peru und in der Welt informiert.

Für Fragen der Reaktivierung öffentlicher Einrichtungen nach der Pandemie musste ich am Freitag, den 22. und Samstag, den 23. Mai, eine Reise in einige Bezirke unternehmen (Leymebamba, Luya, Lamud, Rodriguez de Mendoza). Nach einer Stunde Fahrt konnte ich bereits den Unterschied erkennen und die Not der armen Bevölkerung wahrnehmen. Weiterlesen

Aktuelle Nachricht aus Peru:
Ausnahmezustand bis 30. Juni verlängert!

Wir sind alle fassungslos! Der peruanische Präsident hat soeben verkündet (22.05.2020, 14 Uhr Ortszeit), dass der Ausnahmezustand bis zum 30. Juni verlängert wird! Wir sind entsetzt und wissen jetzt, dass unsere Hilfe für die Ärmsten der Armen weiter gehen muss!

Alianza e.V. hilft dem Alten- und Behindertenheim
„San José“ in Casma, Chimbote

Ich bin Pater Pedro Rosón Martín, ein spanischer Priester, der von 1992 bis 1997 in der Diözese Chachapoyas arbeitete.

Ich arbeite seit mehr als 4 Jahren im Altenheim von San José de Casma (Peru) mit mittellosen Menschen, die von der Straße aufgelesen werden. Menschen ohne jeden Anschluss, die von der Polizei oder aus den Krankenhäusern entlassen wurden und die niemand abholte. Einige werden von den Pfarreien geschickt.

Gegenwärtig gibt es 98 Personen aller Altersgruppen mit verschiedenen physischen oder psychischen Einschränkungen, die sich alle in sehr schlechtem Zustand befinden.

Dieses Altenheim funktioniert seit mehr als 30 Jahren und wird von der Laiin JUANA GARCIA VALVERDE aus der Diözese Alicante (Spanien) geleitet.  Dieses Asyl gehört zu den Sozialwerken der Diözese Chimbote und ist Teil der Vereinigung SANTA MARÍA MAGDALENA DIOCESAN SOCIAL WORKS.

Diese Vereinigung hat zwei Aufgabenbereiche: Weiterlesen

Herzlichen Dank für die großartige Unterstützung der Partnerschaft/ALIANZA!

Die ALIANZA möchte sich ganz herzlich für die großartige Unterstützung durch Spenden für die Corona-Hilfe in der ganzen Diözese Chachapoyas bedanken. Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir mit Ihrer Spende den Menschen vor Ort direkt helfen können. Eine Hilfe, wie sie noch nie in der 40-jährigen Geschichte der Partnerschaft dringend benötigt wurde. Wir von der kirchlichen Partnerschaft mit Chachapoyas und dem Verein Alianza e.V. sind sehr stolz auf Sie. In den kommenden Wochen werden wir über die Verteilung der Nahrungsmittelpakete anhand von Fotos berichten.

Im Namen des Alianza-Gremiums für Chachapoyas
Dagmar Braun, Fritz Lohmüller & Frank Friedrich

Für den Verein Alianza e.V. – Pro Amazonas Peru
Frank Friedrich

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Aktuelle Informationen zur Corona-Pandemie in der Diözese Chachapoyas

Liebe Freunde unserer Partnerschaft mit Chachapoyas!

Leider spielt sich abseits der Berichterstattung in den Medien gerade und wahrscheinlich weltweit in den armen Ländern eine Tragödie ab, über die bei uns nicht berichtet wird. Die Infektionszahlen in Peru steigen noch immer und die Quarantäne wurde daher bis zum 25.05. verlängert, was die Situation der armen Bevölkerung besonders dramatisch macht. Die Menschen der Diözese Chachapoyas, eine der ärmsten Diözesen Perus, sind von der Quarantäne massiv betroffen.

 Pfarrer Franklin aus La Jalca schreibt uns dazu:

„Die Situation, in der wir uns befinden, ist sicherlich sehr kompliziert und die Wirtschaftskrise, in der sich Familien in unserem Bezirk Jalca Grande und den umliegenden Gebieten in Chachapoyas befinden, kann uns nicht gleichgültig lassen.

Wir befinden uns am 56. Tag der Quarantäne und die von der Regierung unseres Landes ergriffenen Maßnahmen haben dazu geführt, dass viele Haushalte in unserem Gebiet betroffen sind, weil sie kein wirtschaftliches Einkommen zur Deckung der Lebensmittelausgaben erhalten und in anderen Fällen sind viele Kartoffelproduzenten betroffen, weil sie ihre Produkte nicht verkaufen konnten und wenn sie sie verkaufen, sind die Preise nicht angemessen…

Die Begünstigten werden in erster Linie Familien sein, die keine staatliche Hilfe erhalten haben, aber auch ältere Personen, die aufgrund ihrer Lebensjahre nur wenige Arbeitsmöglichkeiten haben und in dieser Pandemie kritische Zeiten durchmachen.

Wir danken allen von Herzen, die sich uns anschließen und mithelfen.“

Pfarrer Elmer aus Lonya schreibt uns am Sonntag, 10.05.2020

„Gegenwärtig sammeln wir Lebensmittel zur Verteilung an arme Familien. Die Lebensmittelpreise sind in der Krise noch gestiegen und es ist schwierig ausreichend zu bekommen, weil auch der Transport durch die Beschränkungen so schwierig geworden ist. Viele einkommensschwache Familien sind von der Situation stark betroffen, von denen viele nur eine Suppe zu jeder Mahlzeit essen.“

 

Die Brisanz der aktuellen Lage in der Diözese hat uns schnell handeln lassen und wir haben in nur 5 Tagen in Übereinstimmung mit dem Alianza-Gremium für Chachapoyas, dem Ibichhof-Team und dem Verein Alianza e.V. zusammengelegt und auf Grund der Dringlichkeit einen fünfstelligen Betrag für Lebensmittelpakete nach Chachapoyas überwiesen. Wir hoffen, dass wir einen Teil des Betrags noch über Spendeneinnahmen abdecken können. Erstmals in der Geschichte der 40-jährigen Partnerschaft bekommen alle Pfarreien der Diözese Geldspenden für aktuell rund 1500 Nahrungsmittelpakete. Auf diese Nachricht hin und, mit der Zusicherung durch die Partnerschaft, haben sich einige Pfarrer und Schwestern bereits zurückgemeldet haben. Weiterlesen

Spendenaufruf zur Finanzierung von Lebensmittelpaketen

Die Situation in Peru spitzt sich dramatisch zu:
Über 50 Tage kein Einkommen auf Grund von Ausgangssperren!

Seit über 50 Tagen befindet sich Peru im nationalen Notstand. Über 47.000 Covid-19 infizierte Personen und sehr bescheidene Möglichkeiten in den Krankenhäusern haben den peruanischen Präsidenten Vizcarra zu einer sehr strickten häusliche Quarantäne veranlasst. Die strengen Ausgangssperren haben eine rasante Ausbreitung des Virus lange verhindern können. Verstöße wurden hart bestraft. 2/3 der Corona-Infizierten sind aktuell in und um Lima.

Die Situation der Bevölkerung in der Diözese Chachapoyas hat sich auf Grund der Ausgangssperren dramatisch verschlechtert. Es gibt viele Taglöhner, die ihren Lohn hauptsächlich in der Landwirtschaft und bei Hilfsdiensten in den Städten verrichten – die seit über 50 Tagen kein Einkommen haben.

In der „Reishauptstadt“ Bagua haben inzwischen dutzende Reishändler und -produzenten große Spendenaktionen in Zusammenarbeit mit Padre Robert gestartet und hungerleidende Familien damit notdürftig versorgt. Die Solidarität im Land und teilweise in den Dörfern reicht aber nicht aus!

Eine Umfrage unter den Pfarrern der Diözese ergab einen flächendeckenden Bedarf an Lebensmittelpaketen. Wir wurden von den Anfragen der Pfarrer regelrecht überrannt.

Aus dem ursprünglichen Aufruf, wo wir um die Unterstützung von 120 Familien gebeten haben, sind jetzt über 1.400 Familien geworden. Die Pfarrer der Diözese bitten uns inständig um Unterstützung.

Noch nie in der Geschichte der 40-jährigen Partnerschaft mit Chachapoyas wurde so viel Geld für Nahrung benötigt wie jetzt! Geld für das direkte Überleben der Ärmsten! Wir bitten Sie inständig um Spenden für unsere Partnerschaft und damit auch für die Ernährung von hungerleidenden Familien in der ganzen Diözese Chachapoyas.

Wir hoffen alle, dass durch eine Lockerung der Ausgangssperren in den nächsten Wochen und Monaten die Aufnahme von Arbeit für die Taglöhner wieder möglich wird und sie sich so wieder eine Lebensgrundlage schaffen können.

Bitte spenden Sie! Für rund 30 € kann eine Familie für 3 Wochen mit einem Lebensmittelpaket versorgt werden. Helfen Sie bitte, die aktuelle Notlage der Familien durch eine Spende auf folgendes Konto zu lindern:

Die Bankverbindung der kirchlichen Partnerschaft:
Pfarramt Dunningen, Missionskonto

Volksbank Schwarzwald-Donau-Neckar e.G., IBAN: DE63 6439 0130 0603 9480 06,
BIC: GENODES1TUT

Die Bankverbindung des Vereins Alianza e.V.:
Kreissparkasse Rottweil, IBAN: DE60 6425 0040 0000 1606 10,
BIC: SOLADES1RW

oder per 

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