Chronik unserer Partnerschaft (1980-1990)  
  

Pfarrer Josef M. Neuenhofer hat über den dänischen Missionar Piter Hansen, den ersten Hinweis auf die arme Diözese Chachapoyas bekommen. Pater Hansen schilderte die Diözese als eine der ärmsten Diözesen in Perú, und Bischof Antonio de Hornedo als einen bescheidenen Mann, der arm lebt und die Armen liebt.

Nach dieser Empfehlung setzte sich Pfarrer Neuenhofer mit Adveniat und Bischof Antonio in Verbindung und trug den Wunsch nach einer Partnerschaft vor.

Als im Spätjahr 1980 Bischof Antonio nach Rom reisen mußte, kam er auf Einladung in unsere Gemeinden. Das war die Geburtsstunde der Partnerschaft zwischen Chachapoyas und unseren drei Gemeinden Dunningen, Seedorf und Lackendorf.

In der folgenden Zeit war man auf beiden Seiten bemüht, die Partnerschaft mit Leben zu erfüllen.
Man entwarf ein Partnerschaftssymbol: Die Brücke - die beiden Welten verbindet, ebenso wie den Regenbogen - das Bundeszeichen Gottes.

  • Partnerschaftslieder wurden getextet und vertont.
  • Die älteren Menschen unserer Gemeinde versprachen täglich einen Rosenkranz und ihr Gebet um so mit zu sorgen für geistliche Berufe in unserer Partnerschaftsdiözese.
  • Der Missionsbazar, der im zweijährigen Rhythmus im November stattfindet, wurde in Leben gerufen:


  • Die sog. "3. Welt" und somit unsere Partnerschaftsdiözese wird zum Thema in:
  • Gruppenstunden, Gebetskreisen und Gottesdienste
  • In Gottesdiensten und Vorträgen
  • In Sommerlagern


  • Eine Partnerschaft kann aber nicht einfach so aus dem "Boden gestampft" werden.
    Es gibt sicher kein Rezept eine Partnerschaft aufzubauen, aber vielleicht ein paar wichtige Gründe, warum unsere Partnerschaft gewachsen und gediehen ist:
  • offizielle Kontakte
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • persönlichen Kontakte fördern
  • Sprachbarrieren abbauen durch Sprachkurse
  • Kulturelle Angebote erweitern
  • Musikgruppen aus Peru, Bolivien und Ecuator
  • Schauspielaufführung "Oscar Romero"
  • Olivia Molina hält alle 2 Jahre ihr Weihnachtskonzert in Dunningen
  • Aktionen zum Thema 3. Welt:
  • Schuhputzaktion...


  • 1983 ging der erste Zivildienstleistende, Thomas Belke für ein Jahr nach Perú, gefolgt von Margit Schneider, Martina Hangst, Dorothea Ginter und vielen Weiteren.

    Die Eindrücke unserer Laienmissionare haben bei der Bevölkerung ein großes Interesse geweckt. Durch ständigen Einsatz von Laienmissionaren (inzwischen haben über 30 Laien in Chachapoyas gearbeitet), fast jeder Mitbürger unserer Gemeinde kennt einen Laienmissionar persönlich...
    Laienmissionare haben in verschiedenen Bereichen gearbeitet:
  • Gesundheitswesen
  • Gesundheitshelferprogramm
  • Medizinische Versorgung
  • Kinderspeisung und Wachstumskontrolle
  • Erste Hilfe
  • Entwicklung
  • Stipendien
  • Solargeräte
  • Radiostation
  • Bildung und Erziehung
  • Unterstützung der Schulen in Chachapoyas
  • Musikinstrumente
  • Schwesternstation am Oberlauf des Amazonas
  • Pastoral
  • Unterstützung des Bistums, Priesterseminar in Jaen, Pfarrei in Chachapoyas
  • Notfond für Bischof Antonio


  • 1990 besuchten zehn Peruaner und Bischof Antonio unsere Gemeinden.



    Bischof Antonio, Mitbegründer
    der Partnerschaft, war im Amt bis 1991
    (+) 10.06.2006





    Monsenor Franzisco Piorno,
    Bischof von Chachapoyas
    von 1992 bis 1995





    In Chachapoyas wurde am Sonntag,
    12.05.2002 der bisherige
    Diözesanadministrator
    Bischof Emiliano Cisneros
    zum neuen Bischof von
    Chachapoyas ernannt.