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Im „Eine-Welt-Camp“ wurden Brücken gebaut!

Alianza e.V. und Ibichhofteam der Kirchengemeinden Dunningen, Seedorf und Lackendorf veranstalten fünftes Eine-Welt-Camp auf dem Ibichhof im Simonswäldertal.

Dunningen/Simonswald. In diesem Jahr stand das sechstägige Eine-Welt-Camp unter dem Motto des Brücken-Bauens. Mit allen etwa fünfzig Teilnehmern wurde zum Überwinden eines kleinen Bachs diese stabile Brücke gebaut (Foto), um so einen Weg zu schaffen wo vorher keiner war, der alle einander näher brachte und Besuchern auf dem Ibichhof neue Räume zu entdecken ermöglicht.

eine-welt-camp2016

Teilnehmer und Teamer des Eine-Welt-Camps 2016 mit dem Thema „Brücken bauen“

Die jungen Menschen gingen bei Spaß und Spiel aber auch Brücken „untereinander“ ein – sie wagten Begegnung, waren Botschafter und Vermittler zugleich. So bereicherten Jugendliche des Leitungsteams, die als minderjährige Flüchtlinge von Afghanistan und Nigeria nach Deutschland kamen das Camp nicht nur mit ihren vielen Erzählungen rund um das Ankommen, Einleben und ihre Situation in Deutschland. Einer der beiden ist seit vielen Jahren als Teilnehmer mit dabei. Beim Fußballspielen, im Freibad, in unterschiedlichen Workshops zu Themen des globalen Lernens und der Bildung für nachhaltige Entwicklung, auf Wanderungen, beim gemeinsamen Kochen und Essen, dem Musizieren am Lagerfeuer oder in der Kapelle des Hofs, lernten die Teilnehmer, andere in ihrem Anderssein, Andersdenken und in ihrer anderen Art kennen und schätzen.

Eindrücklich war der Besuch einer muslimischen Gemeinde und ihrer Moschee in Freiburg. Sie war von außen kaum erkennbar, im Gegensatz zur Kirche in Simonswald, in der die Gruppe am Tag zuvor am katholischen Sonntagsgottesdienst teilnahm und diesen musikalisch mitgestaltete. Das Bild von Muslimen in unserer Gesellschaft ist häufig von Ereignissen in der islamischen Welt wie Krieg, Terror und Fundamentalismus geprägt, was auch bei jungen Menschen schon zu Ängsten und Vorurteilen führen kann. Im Mittelpunkt stand deshalb das Ermöglichen von direktem und persönlichem Kontakt zu jungen Muslimen, das gegenseitige Kennenlernen und die Wahrnehmung der Vielfalt, auch unter den Teilnehmern im Eine-Welt-Camp selbst. Der Wunsch aller nach einem friedlichen Zusammenleben, Offenheit und Toleranz war deutlich und so ein kleines Stück erfahrbar. Letztlich war es das gemeinsame Mitanpacken für ein gutes und gelungenes Miteinander, ohne Gewalt, im Einsatz für Frieden, unsere Umwelt und Klimaschutz im Kleinen auf dem Ibichhof und darüber hinaus, wobei Freundschaften entstanden und gegenseitiges Vertrauen wuchs, Gemeinsamkeiten und Unterschiede erkundet und wertschätzend erfahren werden konnten. Ein ganz herzliches Dankeschön gilt allen Teilnehmern und Teamern, die zu diesem Gelingen so zahlreich und engagiert beigetragen haben, sowie der erstklassigen Küchencrew aus der Ratsstube in Dunningen.