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Reverse-Programm

Mit dem Reverse-Programm soll die „Einbahnstraße“ des WFDs aufheben und eine Möglichkeit eines Freiwilligendienstes in Deutschland für junge Menschen aus Lateinamerika schaffen. Es soll der interkultureller Austausch in beide Richtungen und die Chancengleichheit fördern. Die „Weltkirche“ soll erlebbar gemacht werden und Partnerschaften gestärkt werden.

Die Kooperationspartner sind das BDKJ Rottenburg-Stuttgart, Hauptabteilung Weltkirche Rottenburg-Stuttgart und im Wesentlichen lateinamerikanischen Partnerdiözesen in Argentinien, Mexiko und Brasilien aber auch in Peru.

Die finanziellen Kooperationspartner des Programms sind die Glücksspirale, Aktion Hoffnung, Katholischer Fonds und Misereor.

Für eine Dauer von einem Jahr sollen die ausländischen Gäste in sozialen Einrichtungen mitarbeiten, mitleben in einer Gastfamilie und Kirchengemeinde und sich in das diözesane/lokal kirchliche Angebote einbringen.

Im wesentlichen kommen Personen im Alter von 18-26 Jahre in Frage, die bisher ein kirchliches und/ oder gesellschaftspolitisches Engagement in den Projekten der Partnerdiözesen mitgearbeitet haben, die Erfahrungen im sozialen Bereich, Kommunikationsfähigkeit (Fähigkeit, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, auf andere zuzugehen) und die Bereitschaft und Ehrgeiz zum Erlernen der deutsche Sprache mitbringen. Sie dürfen keine familiären Verpflichtungen im Heimatland (Kinder, zu pflegende Angehörige, Hauptversorger der Familie, …) haben, Bereitschaft und Flexibilität, auf Interessen und Lebensbedingungen der Menschen am Dienstort einzugehen und sich mit ihren Lebensverhältnissen auseinanderzusetzen. Außerdem ist die Fähigkeit zu Teamarbeit und einem Leben in Gemeinschaft sowie Offenheit und Flexibilität im Umgang mit Neuem und Unbekannten, Respekt und Offenheit für die andere Kultur und Verantwortungsbewusstsein haben. Des Weiteren ist die Bereitschaft, nach dem Dienst in der Heimatgemeinde/–diözese die Erfahrungen weiterzugeben (Multiplikator/in zu sein).

Für Ihren Einsatz werden die Personen vorbereitet: Vorbereitungstage mit den Koordinatoren, Sprachkurs, Austausch mit deutschen Freiwilligen, Rückkehrerseminar im Heimatland und Aufbau von Rückkehrerarbeit. Es ist auch ein Einbezug in die Arbeit mit den dt. Freiwilligen gewünscht.

„Unsere“ Aufgaben ist es in allen Belangen Ansprechpartner/in vor Ort zu sein, Gastfamilien zu suchen, Unterstützung bei der Suche nach einer Einsatzstelle zu leisten und das Bewusstsein für den Gast schaffen. In den Gastfamilien ist eine Integration ins Familienleben gewünscht. Ferner die Integration ins Familienleben aber keine „Rund-um-die-Uhr-Betreuung“.

Wir haben mit Sairita, unsere erste „Reverse-Freiwillige“, eine sehr aufgeschlossene und freundliche Person kennengelernt, die sich rasch in den Familien integriert hat und schnell Freunde gewonnen hat. Im September 2015 folgte Irma, die bereits einige Zeit vor ihrem WFD im Alianza Haus gewohnt hat und somit schon die ein oder andere Person aus Deutschland vor ihrem Dienst gekannt hat. Nach einem intensiven Dienst mit vielen wertvollen Erfahrungen auf beiden Seiten folgte Olegario, der nun seit Ende August seinen Dienst absolviert.