Reverse-Programm

Mit dem Reverse-Programm wird die „Einbahnstraße“ des WFDs aufgeboben und eine Möglichkeit eines Freiwilligendienstes in Deutschland für junge Menschen aus Lateinamerika geschaffen. Es soll den interkulturellen Austausch in beide Richtungen und die Chancengleichheit fördern. Dadurch soll die „Weltkirche“ erlebbar gemacht werden und Partnerschaften gestärkt werden.
Die Kooperationspartner hierfür sind das BDKJ Rottenburg-Stuttgart, die Hauptabteilung Weltkirche Rottenburg-Stuttgart und die Partnerdiözesen.
Für eine Dauer von einem Jahr arbeiten die jungen Menschen in sozialen Einrichtungen mit, leben in einer Gastfamilie und bringen sich in der diözesane/lokal kirchliche Angebote mit ein.
Im wesentlichen kommen Personen im Alter von 18-26 Jahre in Frage, die bisher ein kirchliches und/ oder gesellschaftspolitisches Engagement in den Projekten der Partnerdiözesen mitgearbeitet haben, die Erfahrungen im sozialen Bereich, Kommunikationsfähigkeit (Fähigkeit, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, auf andere zuzugehen) und die Bereitschaft und Ehrgeiz zum Erlernen der deutsche Sprache mitbringen. Sie dürfen keine familiären Verpflichtungen im Heimatland (Kinder, zu pflegende Angehörige, Hauptversorger der Familie, …) haben, Bereitschaft und Flexibilität, auf Interessen und Lebensbedingungen der Menschen am Dienstort einzugehen und sich mit ihren Lebensverhältnissen auseinanderzusetzen. Außerdem ist die Fähigkeit zu Teamarbeit und einem Leben in Gemeinschaft sowie Offenheit und Flexibilität im Umgang mit Neuem und Unbekannten, Respekt und Offenheit für die andere Kultur und Verantwortungsbewusstsein haben. Des Weiteren ist die Bereitschaft, nach dem Dienst in der Heimatgemeinde/–diözese die Erfahrungen weiterzugeben, gewünscht.
Für Ihren Einsatz werden die Personen vorbereitet: Vorbereitungstage mit den Koordinatoren, Sprachkurs, Austausch mit deutschen Freiwilligen, Rückkehrerseminar im Heimatland und Aufbau von Rückkehrerarbeit.
„Unsere“ Aufgaben ist es in allen Belangen Ansprechpartner/in vor Ort zu sein, Gastfamilien zu suchen, Unterstützung bei der Suche nach einer Einsatzstelle zu leisten und das Bewusstsein für den Gast schaffen. In den Gastfamilien ist eine Integration ins Familienleben gewünscht. (aber keine „Rund-um-die-Uhr-Betreuung“ )
Wir haben mit Sairita, unsere erste „Reverse-Freiwillige“, eine sehr aufgeschlossene und freundliche Person kennengelernt, die sich rasch in den Gastfamilien integriert hat und schnell Freunde/Kontakte dazugewonnen hat. Im September 2015 folgte Irma, die bereits einige Zeit vor ihrem WFD im Alianza Haus gewohnt hat und somit schon die ein oder andere Person aus Deutschland vor ihrem Dienst kannte. Nach einem intensiven Dienst mit vielen wertvollen Erfahrungen auf beiden Seiten folgte Olegario, unser erster männlicher „Reversler“. Er beeindruckte uns sehr mit seinen sprachlichen Fähigkeiten. Im September 2017 kam dann César für seinen Freiwilligendienst nach Deutschland, den wir als sehr ausgeglichene Person kennenlernen und erleben durften. Im Schuljahr 2018/19 haben wir eine Pause gemacht. Ab August 2019 weilte Faviola in unserer Mitte. Sie blieb bis November 2020 in Deutschland, da eine Ausreise aufgrund von Corona nicht möglich war. Nun soll im März 2021 Yeni ihren Freiwilligendienst beginnen. Sie wartet seit September 2020 auf den Start ihres Freiwilligendienstes. Wir hoffen nun sehr, dass Yeni im Frühjahr kommen kann und uns Corona keinen Strich durch die Planung macht.