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Eine-Welt-Camp 2015

Von Marianne Kammerer, 01.09.2015

Alle für eine Welt – eine Welt für alle

Alianza e.V. und Ibichhofteam der Kirchengemeinden Dunningen, Seedorf und Lackendorf veranstalten viertes Eine-Welt-Camp auf dem Ibichhof
Eine-Welt-Camp 2015 - Teilnehmer und Teamer

Eine-Welt-Camp 2015 – Teilnehmer und Teamer

Dunningen/Simonswald. In was für einer Welt wollen wir leben? Mit diesen Fragen beschäftigten sich dreiunddreißig Kinder und Jugendliche mit ihren Teamern im diesjährigen Eine-Welt-Camp auf dem Ibichhof im Simonswäldertal, das vom Verein Alianza e. V. und dem Ibichhofteam der Kirchengemeinden Dunningen, Seedorf und Lackendorf von 26. bis 30. August veranstaltet wurde. Die Zukunftswerkstatt begann am ersten Tag mit unterschiedlichen Workshops. So wurden unter dem Motto „Das kommt mir nicht in die Tüte“ Stofftaschen genäht. Ein Teil der Gruppe durchforstete mit zwei Experten den Wald vor Ort um mehr über die Auswirkungen des Klimawandels auf unser Ökosystem zu erfahren. Die fußballbegeisterten Jungs nähten zusammen einen eigenen Ball und diskutierten dabei über Produktionsbedingungen und den Fußball weltweit. Einige begaben sich mit einer Jeans vom Baumwollanbau bis in unsere Geschäfte auf Weltreise und zum fairen Handel wurde ein Erklärvideo von Kindern für Kinder gedreht, das beim Wettbewerb fairknüpft (www.jugendhandeltfair.de) vorgestellt wird. Auch in der Küche wurde gemeinsam erprobt, wie saisonal, regional und fair gehandelt ein leckeres Essen für alle auf den Tisch gezaubert werden kann. Upcycling war ein weiteres Aktionsfeld für kreative Köpfe.

Am nächsten Tag begaben sich alle zusammen auf eine Wanderung zum Plattensee und bestaunten unterwegs im Bannwald die Zweribachwasserfälle. Nach einem ordentlichen Aufstieg aus dem Tal konnte man sich bei einer Wasserschlacht im See abkühlen. Wetter und Laune aller Beteiligten waren hervorragend.

Im Rahmen einiger Spiele wurde in den darauffolgenden Tagen über die Situation von Menschen, die nicht zur „Mehrheitsgesellschaft“ gehören nachgedacht. Es kam zum Austausch über Menschenrechte, und die ungleiche Chancenverteilung, welche oftmals zu Diskriminierung und Ausgrenzung führt. Bei einem Fußballturnier mit Mitspielern mit Handicap konnten Erfahrungen von bzw. mit Behinderung simuliert und anschließend reflektiert werden. Es ging um das Kennenlernen von Bedürfnissen und Schwierigkeiten behinderter junger Menschen, die Förderung der Zusammenarbeit und vielfältiger Kooperationsformen innerhalb der Gruppe. Es ist der Wunsch aller Beteiligten, im nächsten Jahr auch Kinder und Jugendliche mit (leichter) Behinderung ins Eine-Welt-Camp auf den Ibichhof mitnehmen zu können. Außerdem kam Besuch aus Freiburg auf den Ibichhof – eine Sozialarbeiterin berichtete über ihre Arbeit mit Flüchtlingsfamilien in einem Wohnheim. Bei einem weiteren Spiel „kämpften“ die Teilnehmer in kleinen Gruppen um eine Orange und sprachen darüber, wie man Konflikte lösen kann, welche Strategien dies ermöglichen und sie dachten über die Notwendigkeit von Kommunikation in Konfliktsituationen nach.

Musik am Lagerfeuer oder eine Nachtwanderung sorgten abends für jede Menge Spaß und spannende Erlebnisse. Zum Start in den Tag und kurz vor dem Schlafen gehen versammelten sich alle in der Kapelle um dort Geschichten zu hören und gemeinsam zu singen. Es war eine tolle Gruppe, die schnell zusammenwuchs und großartig bei der Sache war. Ohne den ehrenamtlichen Einsatz vieler Helfer, wäre das Camp nie zustande gekommen. Ein ganz herzliches Dankeschön gilt deshalb den Teamern, die sich so tatkräftig und engagiert für das Gelingen des Camps eingesetzt haben. Auch in diesem Jahr war wieder ein erstklassiges Küchenteam rund um Felix Haas am Start. Auch ihnen gilt ein ganz besonderer Dank. Zum Abschluss waren die Eltern zum Abholfest mit Grillen und gemütlichem Beisammensein ins Camp eingeladen.

Anna Leupold und Anna Born