Eine-Welt-Camp des Alianza e.V. trotzt widrigen Umständen!

Der Verein Alianza e.V. veranstaltete zusammen mit dem Ibichhof-Team und der Kirchengemeinde erneut ein Eine-Welt Camp unter erschwerten Bedingungen. Anna-Lea Müller berichtet von den erfüllten Tagen auf dem Ibichhof:

Junge WeltFAIRänderer lassen sich vom Regenwetter nicht abhalten

Gesundheit ist besonders seit Beginn der Corona-Pandemie in aller Munde und beschäftigt die ganze Gesellschaft. Passend zu diesem Thema fand dieses Jahr das Eine-Welt-Camp nach einem Jahr coronabedingter Pause wieder auf dem Ibichhof im Simonswälder Tal statt. Die Freude darüber war groß, weshalb rund 60 Teilnehmer*innen und Teamer*innen sich auf den Weg machten, um zusammen eine erlebnisreiche Woche miteinander zu verbringen. Obwohl das Eine-Welt-Camp schon seit 2012 ein fester Bestandteil des Dunninger  Ferienprogramms ist, war dieses Jahr so manches anders. Plötzlich standen auf der Packliste medizinische Masken sowie ein negativer Corona-Test. Während des Camps wurde ein weiterer Schnelltest durchgeführt und es wurden Bezugsgruppen gebildet. Die Pandemie traf und trifft noch immer besonders Kinder und Jugendliche stark, da sie nicht wie gewohnt in Vereinen und der Schule ihre Sozialkontakte pflegen können. Innerhalb des diesjährigen Rahmenthemas wurde deshalb gemeinsam aufgearbeitet, was Gesundheit für jede*n bedeutet, welche Formen der Gesundheit es gibt und wie sich diese Ansichten rund um den Erdball unterscheiden. Besonders eindrucksvoll waren die Videobotschaften zu diesem Thema von Kindern aus Russland, Neuseeland, China, Peru und der Schweiz. Schnell wurde klar, dass besonders gesundes Essen und Bewegung essenziell sind. Diesen Bedürfnissen wurde man in der Woche auf dem Ibichhof auf jeden Fall gerecht: die Gruppe wurde wie gewohnt von einem erstklassigen Küchenteam versorgt, das jeden Tag selbstgebackenes Brot und köstliche vegetarische Mahlzeiten zauberte. Um in Bewegung zu bleiben, probierte sich die Gruppe in den verschiedensten Sportarten: von Tischtennis, über Fußball, Yoga, Tanzen bis hin zu Gymnastik war für alle etwas geboten. Trotz des historisch einzigartig schlechten Wetters mit einer Woche Dauerregen wagten sich oft viele nach draußen, um auf dem matschigen Fußballfeld dem runden Leder nachzujagen. Des Weiteren standen auf dem Programm: ein Stationslauf, bei dem Schwierigkeiten bei einem Leben mit Behinderung simuliert wurden; der Besuch eines jungen Mannes, der im Rollstuhl sitzt und die neugierigen Fragen der Camp-Bewohner*innen geduldig beantwortete sowie die Selbsterfahrung wie ein Mensch im Rollstuhl auf dem Ibichhof zurechtkommen würde und welche Barrieren beseitigt werden müssen. Traditionell sind jedes Jahr die Workshops, die auch dieses Jahr nicht fehlen durften: hier wurde ein Waldstuhl gebaut, ein Film gedreht, auf selbstgebastelten Trommeln ein Gesundheitsrap einstudiert, ein Kochbuch aus geschöpftem Papier gebastelt und eine Zirkusshow eingeübt. Außerdem fand eine spannende Nachtwanderung statt und mit Diakon Armin Kaupp wurde ein gemeinsamer Gottesdienst gefeiert. Höhepunkt der Woche war der Bunte Abend, an dem die verschiedenen Workshops ihre Ergebnisse eindrucksvoll präsentierten und alle gemeinsam in der Scheunendisco ausgiebig tanzten.