Weitere Hilfe für Chachapoyas

Neben den Maßnahmen zur Unterstützung der armen Bevölkerung durch Lebensmittel, die in einer weiteren Phase von der Diözese Rottenburg-Stuttgart bereitgestellt wird, ist der „Rat der Alianza“ in Chachapoyas damit beschäftigt, die Herstellung von ca. 1000 Schutzmasken zu organisieren. Das Material… Weiterlesen

Padre Jan aus Cumba berichtet über die Corona-Pandemie in seinen Gemeinden

Cumba, 6. Juni 2020.

Im auferstandenen Christus und gegenwärtig in der Kirche, die wir alle bilden, sei unsere Quelle der Freude und Hoffnung.

Meine Gemeinde, die ich seit 30 Jahren betreue, liegt im nordwestlichen Teil des Departements Amazonas. Nur der Fluss Marañon trennt uns vom Nachbardepartement Cajamarca. Ich bin für zwei Distrikte zuständig, Cumba und Yamon. Am Ufer des Marañón habe ich mehrere Dörfer, die sich dem Anbau von Zitrusfrüchten gewidmet haben. Der höhergelegene Teil der Gemeinde, der einst als Urwaldrand galt, wurde von den Menschen abgeholzt, die auf der Suche nach einer besseren Zukunft kamen, um ihre wirtschaftlichen Lebensbedingungen mit Viehzucht und kleinen Ernten von Bohnen, Kartoffeln, Olluco und anderen zu verbessern. Die Rodung hatte zur Folge, dass der Niederschlag geringer wurde, die Bodenerosion setzte ein und machte sie jetzt arm und dem unteren Teil fehlte jetzt Wasser. Für die obere Zone brachte sie Armut und löste eine massive Migration aus in Richtung Dschungel und junge Menschen an die Küste, in die Städte auf der Suche nach ihrem Leben.

Jetzt in der Zeit der Pandemie ist alles zum Stillstand gekommen. Wir kämpfen mit Armut und Hunger. Weiterlesen

PERU schlittert in eine Hungerkatastrophe!

Der peruanische Präsident Vizcarra hat vor etwa einer Woche den Ausnahmezustand und die Ausgangssperren über das ganze Land Peru bis 30. Juni verlängert. Noch immer steigende Infektionsraten zwangen ihn dazu. Was aus Sicht der Vermeidung der Pandemie sinnvoll ist wird aber für die Tagelöhner zum Überlebenskampf. Sie haben es schwer, sich das tägliche Essen leisten zu können.

Madre Kati, zuständig u.a. für die Kinderspeisung in Chachapoyas schreibt uns am 29.05. folgende Zeilen zur aktuellen Situation:

Es kommen inzwischen auch viele ältere Menschen zu mir, die in einem sehr erbärmlichen Zustand leben, viele von ihnen allein. Heute waren auch mehrere Familien mit Kindern da, die ihre Kinder nicht bei uns in der Kinderspeisung haben, Mütter, die keine Arbeit haben und mir erzählen, dass sie früher jobben konnten im Restaurant, spülen, kochen oder was man von ihnen verlangte, aber jetzt stellt sie niemand in der Corona-Zeit an. Angesichts dieser Umstände gebe ich ihnen etwas davon, was die ALIANZA mir gegeben habt, auch den Alten. Wenn die Alten nicht mehr gehen können, bringen wir es ihnen auch nach Hause. Weiterlesen

Dankschreiben von Bischof Emiliano, Lima

Bischof Emiliano schreibt uns aus der Quarantäne in Lima folgenden Brief:

Einen brüderlichen Gruß an Sie und jeden einzelnen der Freunde der ALIANZA Dunningen-Seedorf-Lackendorf – Chachapoyas.

Vor zwei Monaten war ich unter Ihnen um den 40. Jahrestag unserer ALIANZA zu feiern. Ich hatte eine Einladung zur Teilnahme an dieser Veranstaltung erhalten und als wir mit dem, lange vorab vorbereiteten Programm beginnen wollten, musste ich zusammen mit den anderen Freunden aus Chachapoyas, die sich in Deutschland aufhielten, aufgrund der sich überall ausbreitenden Pandemie, die auch die Absage der geplanten Feierlichkeiten erzwang, nach Peru zurückeilen.

Die Pandemie, die mich bis heute in der Stadt Lima festhält, hat Sie in Bewegung gesetzt um Hilfe für die Ärmsten der Armen, die in unserer Diözese Chachapoyas benötigt wird, zu organisieren. Weiterlesen

COVID 19 ist viel schwieriger, wenn man arm ist…

Ein Bericht von Victor Rubio, Leiter des Internats La Alianza -Chachapoyas, der mit seiner Frau Elvia noch im März bei uns zu Gast war.

„Ich bin Staatsangestellter, und als solcher und den Anweisungen der Regierung gehorchend war ich bereits mehr als drei Wochen in Quarantäne (ich habe im Homeoffice gearbeitet) und habe mich über soziale Netzwerke und das Fernsehen über die Geschehnisse in Peru und in der Welt informiert.

Für Fragen der Reaktivierung öffentlicher Einrichtungen nach der Pandemie musste ich am Freitag, den 22. und Samstag, den 23. Mai, eine Reise in einige Bezirke unternehmen (Leymebamba, Luya, Lamud, Rodriguez de Mendoza). Nach einer Stunde Fahrt konnte ich bereits den Unterschied erkennen und die Not der armen Bevölkerung wahrnehmen. Weiterlesen

Aktuelle Nachricht aus Peru:
Ausnahmezustand bis 30. Juni verlängert!

Wir sind alle fassungslos! Der peruanische Präsident hat soeben verkündet (22.05.2020, 14 Uhr Ortszeit), dass der Ausnahmezustand bis zum 30. Juni verlängert wird! Wir sind entsetzt und wissen jetzt, dass unsere Hilfe für die Ärmsten der Armen weiter gehen muss!

Alianza e.V. hilft dem Alten- und Behindertenheim
„San José“ in Casma, Chimbote

Ich bin Pater Pedro Rosón Martín, ein spanischer Priester, der von 1992 bis 1997 in der Diözese Chachapoyas arbeitete.

Ich arbeite seit mehr als 4 Jahren im Altenheim von San José de Casma (Peru) mit mittellosen Menschen, die von der Straße aufgelesen werden. Menschen ohne jeden Anschluss, die von der Polizei oder aus den Krankenhäusern entlassen wurden und die niemand abholte. Einige werden von den Pfarreien geschickt.

Gegenwärtig gibt es 98 Personen aller Altersgruppen mit verschiedenen physischen oder psychischen Einschränkungen, die sich alle in sehr schlechtem Zustand befinden.

Dieses Altenheim funktioniert seit mehr als 30 Jahren und wird von der Laiin JUANA GARCIA VALVERDE aus der Diözese Alicante (Spanien) geleitet.  Dieses Asyl gehört zu den Sozialwerken der Diözese Chimbote und ist Teil der Vereinigung SANTA MARÍA MAGDALENA DIOCESAN SOCIAL WORKS.

Diese Vereinigung hat zwei Aufgabenbereiche: Weiterlesen